SPD-Regionsfraktion Hannover begrüßt Ausweitung der Ausbildungslotsen
Ein missglückter Start ins Berufsleben in Form von Jugendarbeitslosigkeit ist eine Zeitbombe. Betroffene müssen nicht nur für kürzere oder längere Zeit auf ein reguläres Einkommen verzichten, sondern bestimmte Probleme pflanzen sich fort. Dabei geht es um negative Auswirkungen auf die Sozialisation und auch auf die späteren beruflichen Möglichkeiten. Wenn in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit auch noch Praktikumsplätze als klassischer Weg zur Berufsorientierung fehlen, wird der Einstieg ins Berufsleben noch schwieriger.
Es gibt Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz finden, und gleichzeitig Firmen, die Ausbildungsplätze nicht besetzen können. Daneben können junge Menschen vielfältige Sorgen haben, wie z.B. Schulden, Probleme im Elternhaus etc., die ihren Weg erschweren.
Hier bietet sich ein großes Potenzial, wenn es kontinuierliche Ansprechpartner gibt, die auf Basis einer vertrauensvollen Beziehung unterstützen können und auch Jugendliche und Betriebe zusammenbringen.
In diesem Sinne sind seit 2015 die Ausbildungslotsen vor Ort an ausgewählten Schulen in der Region Hannover tätig. Mit diesem Angebot ist es bereits gelungen, eine fünfstellige Anzahl von Schülerinnen und Schülern aus Schulabgangsklassen und Vorabgangsklassen einzubeziehen.
Die SPD-Regionsfraktion begrüßt ausdrücklich die Ausweitung des erfolgreichen Projekts der Ausbildungslotsen auf sechs weitere Schulen in Stadt und Region Hannover, die in der Regionsversammlung am 30. Juni 2026 beschlossen wurde. Zum 1. August 2026 kommen zu den 27 Bestandsschulen insbesondere die Oberschule Pestalozzischule in Anderten und die Realschule Misburg hinzu. An den IGSen Bothfeld und Roderbruch wird es auch weiterhin Ausbildungslotsen geben.
Die Region Hannover stellt für das ausgeweitete Projekt insgesamt ca. 680.000 Euro bereit. Zusätzlich wird das ergänzende Projekt „CORA Connect“ mit knapp 80.000 Euro gefördert, um die Mobilität und Berufswahlkompetenz von Schülern weiter zu stärken. Einen weiteren Teil der Kosten übernimmt die Agentur für Arbeit. Hinzu kommen Mittel des Jobcenters Region Hannover im Rahmen des Projekts „Startklar“, mit dem die Ausbildungslotsen weitere Unterstützung erhalten.
Regina Hogrefe, Vorsitzende der SPD-Regionsfraktion, und Robert Schmitz, wirtschaftspolitischer Fraktionssprecher, gehören als Regionsabgeordnete dem Wahlkreis mit Anderten, Bothfeld, Groß-Buchholz, Lahe und Misburg an.
Regina Hogrefe merkt an: „Mit den Ausbildungslotsen setzen wir seit Jahren auf individuelle Förderung. Jetzt können wir noch mehr junge Menschen erreichen, besonders an Schulen mit hohem Förderbedarf. Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit hat für uns einen besonderen Stellenwert. Wir wollen niemanden zurücklassen.“
Robert Schmitz fügt hinzu: „Die Ausbildungslotsen bauen Brücken zwischen Schulen, Betrieben und den Jugendlichen. In der Region Hannover ziehen alle an einem Strang, um allen Schülerinnen und Schülern eine gute Berufsorientierung zu ermöglichen.“