„Ein voller Bauch studiert nicht gern“, sagte einst der Volksmund. Heutzutage ist allerdings immer häufiger zu beobachten, dass Schülerinnen und Schüler in ihrer Lernfähigkeit beeinträchtigt werden, wenn sie nicht regelmäßig Mahlzeiten zu sich nehmen. Diese sollten bekömmlich, gesund, ausgewogen und hochwertig sein.

Die Mittagessen, die an Schulen in der Region Hannover angeboten werden, bieten dagegen mitunter Anlass zur Kritik, was Geschmack, Wertigkeit und im Verhältnis dazu den Preis angeht. Oftmals liefern Caterer das Essen, die aufgrund des Vergaberechts nicht aus der Region kommen und dementsprechend weite Lieferwege haben.

Gemeinsam mit der SPD-Kandidatin für das Amt der hannoverschen Regionspräsidentin, Eva Bender, setzt sich die SPD-Regionsfraktion Hannover für die Gründung einer Regionsküche ein. Die Frage nach den Ausschreibungen könnte dadurch umgangen werden. Durch die Bündelung vieler Schulen, die die Regionsküche beliefert, würden die Bedingungen erheblich verbessert, um ein attraktives Essen anzubieten, das auf kurze Lieferwege und im Einkauf auch besonders auf regionale Zutaten setzt. Damit werden durch die Schaffung einer  regionalen Wertschöpfungskette produzierende Betriebe unterstützt und insgesamt für die Region ein nicht unerheblicher wirtschaftlicher Vorteil erzielt. Die Förderung von Inklusion und Nachhaltigkeit soll nach Meinung der SPD-Regionsfraktion auch ein wichtiger Aspekt der Regionsküche sein.

Die Fraktionsvorsitzende Regina Hogrefe merkt dazu an: „Es gehört zu unserer sozialen Verantwortung, dafür zu sorgen, dass das Schulmittagessen in der Region Hannover qualitativ hochwertig ist. Dabei soll es bezahlbar bleiben, und einzelne Kommunen wie die Stadt Hannover können in ihrer eigenen Verantwortung auch beschließen, dass es ganz oder in bestimmten Fällen kostenfrei ist.“

Der Regionsabgeordnete Robert Schmitz, der gemeinsam mit Regina Hogrefe dem Wahlkreis mit Anderten, Bothfeld, Groß-Buchholz, Lahe und Misburg angehört, ergänzt: „Es ist sozial nachteilig, wenn in einer Schule einige Schülerinnen und Schüler am Mittagessen teilnehmen und einige andere nicht. Eine gemeinsame Mahlzeit, die für alle erschwinglich und attraktiv ist, fördert das Miteinander in der Schule.“