Über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Bevölkerung kamen heute ins Bürgerhaus Misburg zur ersten öffentlichen Beteiligungsveranstaltung für die geplante städtebauliche Erschließung des Deurag-Nerag-Geländes in Misburg. Dieses liegt seit Jahrzehnten brach und bietet auf ca. 90 Hektar ein gewaltiges Nutzungspotenzial. Flächen sind knapp.

Derzeit finden Erprobungen statt, um eine Bodensanierung vorzubereiten, die aufgrund von Chemieresten der ehemaligen Raffinerie und Weltkriegsbomben erforderlich sein wird. Dazu gibt es eine Zusammenarbeit des privaten Grundeigentümers mit der Stadt Hannover.

Bei einer zukünftigen Nutzung des Areals wird es grundsätzlich eine Mischung aus Wohnen, Wirtschaft und Grünbereichen geben. Auch die gegebene dreifache Anbindung an Straße, Güterbahn und Schiffsverkehr wird immer eine Rolle spielen.

Heute wurden, bevor es in eine konkrete Planung geht, drei Grundszenarien vorgestellt. Wohnen, Hafen und Forschung sind dabei jeweils der Schwerpunkt. Die schrittweise Entwicklung eines belasteten Bodenareals kann selbst ein Forschungsgegenstand sein und Erkenntnisse für weitere solche Fälle liefern.

Diese Grundzüge wurden zu Beginn erklärt. Anschließend gab es eine sogenannte Zukunftswerkstatt, bei der es an verschiedenen Stationen zu den Szenarien weitere Informationen und die Möglichkeit zur Diskussion gab.

Es stellte sich heraus, dass die Natur, die sich bis heute die Industriebrache erobert hat, und die Auswirkungen auf die Verkehrssitutation im Stadtbezirk aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtige Themen bei der angestrebten baulichen Entwicklung sind.

Die Natur wird hinsichtlich ihrer Wertigkeit genau untersucht werden, und im gegebenen Fall werden Ausgleichsmaßnahmen vorgenommen. Ansonsten ist festzuhalten, dass der Rat der Stadt Hannover die Einrichtung einer Umgehungsstraße um die Anderter Str. beschlossen hat, und zwar im Einklang mit dem Standpunkt der SPD Misburg-Anderten.

Im Bild sind Mitglieder der SPD-Bezirksratsfraktion Misburg-Anderten am Rande der Veranstaltung zu sehen, (v.l.) Bezirksbürgermeister Klaus Tegeder, Maurice Claußen, Rita Scholvin und Robert Schmitz.